Lehrschwimmbecken der Hans- Memling Volksschule
Im Wasser ist der Mensch in seinem Element von klein auf. Das Wasser ist der Ursprung allen Lebens. Deshalb haben wir vielleicht seit frühster Kindheit das Verlangen, immer wieder dorthin zurückzukehren. Erfüllen Sie sich und Ihren Kindern diesen Wunsch nach Bewegung im Wasser. Und sei es nur so zum Spaß.
Viel Spaß auf unseren Seiten und tauchen Sie bei uns auf!
"Dass unsere Kinder in Zukunft schwimmen lernen und der Badespaß nicht verloren geht"
Geschichte des Hallenbades
Eröffnung des Hallenbades am 12. Februar 1973 . Bis es aber zum Bau eines Schwimmbades kam, vergingen mehr als 40 Jahre, denn schon in den dreißiger Jahren stand der Bau eines Schwimmbades auf der "Wunschliste" des 1932 gegründeten Heimat- und Verkehrsvereines. Früher badeten die Mömlinger Jugend entweder in der Mümling - in der Nähe des heutigen Feuerwehrhaus befand sich ein Badeplatz - oder sie fuhren mit dem Fahrrad ins Mönchberger Schwimmbad.
Als der Heimat- und Verkehrsverein 1949 neu gegründet wurde, stand das Projekt Schwimmbad wieder auf dem Programm. Besonders die Mömlinger Jugend forderte ein Schwimmbad. Bürgermeister Karl Ball appellierte an die Bevölkerung zum Bau eines Schwimmbades. Den Grundstock sollte der Erlös des Volks- und Heimatfestes am 16./17. August 1958 bilden.
Die Gemeindeverwaltung behielt das Projekt weiter im Auge - 1960 standen bereits 10.000 DM zur Verfügung. 1958 erwarb die Gemeinde einige Grundstücke "in Verlängerung des Sportplatzes" für den Bau eines Schwimmbades. Dieser Sportplatz entstand 1948/49 im Bereich des hinteren Sportplatzes anstelle eines Sees. Wäre dieser Plan verwirklicht worden, würden wir heute auf dem Gelände des heutigen Spielplatzes baden. Im Bereich des heutigen "vorderen" Sportplatzes lagen damals noch die "Wiesgärten".
Am 4. Januar 1962 trafen sich die Mömlinger Vorstände des Vereins im Sitzungssaal des Rathauses und schlossen sich zu einer "Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Schimmbadbaues zusammen. Alle Mitglieder der Ortsvereine gehörten dieser Arbeitsgemeinschaft automatisch an. Den Arbeitsausschuss bildeten die Vereinsvorstände, die Leitung hatte Bürgermeister Karl Ball. Schon damals war allen Beteiligten klar, dass die Gemeinde in absehbarer Zeit nicht die notwendigen Mittel für einen Schwimmbadbau aufbringen könnte. Also waren die Ortsvereine gefragt. Das Ergebnis war, dass von jeder Tanzveranstaltung ein Notgroschen für das geplante Schwimmbad einkassiert wurde. Das Geld lagerte auf einem Sperrkonto. Falls es nicht zu einem Schwimmbadbau käme, sollte es wieder an die Ortsvereine zurückbezahlt werden. Außerdem beschlossen die Vereinsvertreter, alljährlich eine große Veranstaltung für das Schwimmbad aufzuziehen.
Auf allen gesellschaftlichen Ereignissen Anfang der sechziger Jahre war der Wunsch nach einem Schwimmbad für Mömlingen präsent. Auf den Faschingszügen in dieser Zeit fuhr stets ein "Schwimmbad- Motivwagen mit. Die Idee eines "Lehrschwimmbeckens" wurde 1964 geboren: Der 2. Bauabschnitt der Schule war gerade in Planung. Hierzu forderte das Ministerium für 24 Klassen entweder eine zweite Turnhalle oder wahlweise ein Lehrschwimmbecken. Außerhalb der Schulzeiten konnte das Schwimmbad für die übrige Bevölkerung zur Verfügung gestellt werden.
Das Projekt hatte Erfolg. Ende 1964 waren die Planungen für das Schwimmbad abgeschlossen. Es sollte in einfacher Bauweise rund 500.000 DM kosten. Aber die Realisierung war in weite Ferne gerückt. Das Schwimmbad wurde "auf Eis gelegt"; andere Projekte wie z.B. der Schulhausbau oder die Kläranlage hatten Ende der sechziger Jahre Vorrang. 1970 sollte das Schwimmbad rund 900.000 DM kosten. Die Baupläne waren bereits an die Regierung von Unterfranken weitergeleitet, als im Gasthaus "Zum Adler" am 13. März 1970 eine Bürgerversammlung stattfand. Dort wurden die Maße 8 x 16 2/3 Meter als "für die Mömlinger Bevölkerung viel zu klein" moniert. Allerdings würde von der Regierung nur diese "kleine Lösung" bezuschusst. Aber die Genehmigung zum Bau des Lehrschwimmbeckens blieb aus - dies musste der Gemeinderat in der Sitzung am 4. September 1970 hinnehmen. Als Begründung wurde angeführt, dass die Gemeinde Mömlingen nicht die zur Bezuschussung notwendigen 60 Schwimmklassen aufbringen könne. Auch die schriftlichen Einverständniserklärungen der Nachbargemeinden Eisenbach, Wenigumstadt und Großostheim/ Pflaumheim und die Tatsache, dass andere Gemeinden auch nicht die erforderliche Zahl der Schüler aufbringen konnten, nützte nichts. "Mömlingen kann aufgrund der geographischen Lage kein schulischer Mittelpunkt sein und hat keinen Anspruch auf ein Lehrschwimmbecken", lautete die Begründung der zuständigen Behörden. Aber Mömlingen hatte sich zu diesem Zeitpunkt schon längst zur Industriegemeinde gewandelt. Für den Gemeinderat war dieser Grund genug, das Lehrschwimmbecken auch ohne schulaufsichtliche Genehmigung zu bauen. Hiermit verzichtete die Gemeinde auf rund 160.000 DM Fördermittel. Der Gemeinderat sah es als verantwortungslos an, wenn nicht jedem Kind die Möglichkeit geboten wird, das Schwimmen zu erlernen.
Das Schwimmbad wurde nach den Plänen des Aschaffenburger Architektenbüros Goldhammer & Schmitt gebaut. Im Mai 1971 wurde mit den Erdarbeiten begonnen. Das Richtfest konnte am 26. November 1971 gefeiert werden. Der Einweihungstag war am Samstag, den 10. Februar 1973. Letztendlich kostete das Hallenbad rund 1,6 Millionen DM und durch den persönlichen Einsatz von MdL Ludwig Ritter ist es mit Hilfe des Landrats Karl Oberle gelungen, über das Freizeit- und Erholungsprogramm des Freistaates Bayern 300.000 DM als zinsverbilligtes Darlehen und zusätzlich 140.000 DM als Zuschuss zu bekommen. Damit bestanden im Alt-Landkreis Obernburg fünf Hallenbäder: Erlenbach, Elsenfeld, Kleinwallstadt, Wörth und Mömlingen.
Mit dem Bau des Mömlinger Hallenbades war es logisch, dass eine Wasserwacht den neuen Bademeister Karl Muth unterstützen sollte. Deshalb startete die Gemeinde eine "Werbekampagne" zur Gründung einer Wasserwacht. MdL Ludwig Ritter gab dies bei einer Versammlung der Vereinsvorstände im November 1971 bekannt. Diese Aufrufe hatten Erfolg. Es meldeten sich viele Freiwillige, die schon kurz darauf in Elsenfeld und Stockstadt ihren Grund- bzw. Leistungskurs absolvierten. Auf der Gründungsversammlung konnten 13 Personen den Grundschein, und neun Personen den Leistungsschein in Empfang nehmen.
Eindrucksvoll demonstrierte die Wasserwacht der Mömlinger Bevölkerung anlässlich der Eröffnung des Hallenbades am 10. Februar 1973 die verschiedenen Schwimmstile. Der normale Badebetrieb begann ab Montag, den 12. Februar 1973. Die Schule nutzte das Bad am Vor- und Nachmittag, abends stand es der Bevölkerung zur Verfügung. Man konnte durch den Hinterausgang gehen und die Liegewiesen nutzen. Bei der Besetzung der Bademeisterstelle entschied sich der Gemeinderat für den früheren Brückenbauer Karl Muth.
Die Wasserwacht-Jugend fühlte sich in der Wirtschaft des Schwimmbad wie daheim. Für das leibliche Wohl sorgte Wilma Muth. Von 1973 bis 1977 war der Wirtschaftsbetrieb auf Sybilla Wernig (Mutter von Wilma Muth), von 1978 bis ca. 1981 auf Rosemarie Lieb angemeldet. Ab diesem Zeitpunkt werden die hinteren Räume ausschließlich von der Wasserwacht genutzt. Bald hatte das Schwimmbad auch schon seinen Spitznamen: Aufgrund der geringen Größe (8 x 16 2/3 Meter) wurde es vom Verein "Pitsche" genannt. Der Bademeister Karl Muth trug den Spitznamen "Pitschewätt".
Steigende Heizölpreise waren der Grund dafür, dass das Bad ab 1. August 1979 nur noch von Dienstag bis Freitag geöffnet war. Aber schon ein Jahr später wurden wieder neue Öffnungszeiten eingeführt.
Schon Anfang der achtziger Jahre zeigte sich, dass Flachdächer ihre Tücken haben: Es war undicht. Besonders der Vorraum war in Mitleidenschaft gezogen, bei starkem Regen tropfte es die Decke herunter. Der Mömlinger Gemeinderat beschloss im Jahr 1982, ein Satteldach auf das Schwimmbad zu bauen, was 1987 realisiert wurde. Um 1. April 1989 wurde Adam Hotz als Bademeister eingestellt. Dies war auch der Zeitpunkt, wo einige Neuerungen im Schwimmbad Einzug hielten: Der Vorraum wurde mit einer Sitzgruppe bereichert, später kamen noch zwei Solarien hinzu, und der Bademeister bekam eine Videoüberwachungs- Anlage mit Blick auf die drei angeschafften Automaten mit Wertmünzen. Die Badegäste lösten Wertmünzen (Erwachsene: 2,50 DM, Jugendliche: 1,50 DM), die in die ebenfalls 1989 erneuerten Spinde zusammen mit 1 DM Pfand eingeworfen wurden. Als Zahlungsbeweis galt das blaue Armband, das jeder Badegast trägt. Leider war auch hier Missbrauch möglich, z.B. weiß die Badeaufsicht nicht unbedingt, wann die Zeit überschritten ist, außerdem ist es schon vorgekommen, dass mehrere Badegäste zusammen einen Spind nutzten. Da gab es schon mal eine Reklamation vom Bademeister.
Bis 1996 hielt Karl Muth jährlich in den Osterferien vier Schwimmkurse für Kinder ab, parallel dazu einen Erwachsenenkurs, der etwas länger dauerte und zweimal pro Woche stattfand. Auch auswärtigen Schwimmgruppen aus Eisenbach und Wenigumstadt wurde hier Schwimmunterricht erteilt.
Ab 1997 hatte diese Aufgabe endgültig Adam Hotz übernommen. Unerwartet und viel zu früh verstarb Adam Hotz am 28. Dezember 2001. Seitdem wurde das Schwimmbad von zwei Bademeistern aus Großwallstadt betreut, die ab April 2002 nicht mehr zur Verfügung standen (Beginn der Freibadsaison). Seitdem war das Bad verwaist, d.h. es blieb für die Bevölkerung geschlossen.
Im Herbst 2004 entstand die Hallenbadverwaltung - Belegung, Kurse. Unter der Leitung von R. Hartlaub wurde eine weitere flexible Dienstleistung geschaffen, um auch in den darüber hinaus liegenden Öffnungszeiten der Gemeinde das Bad zu organisieren und auf Missbrauch zu reagieren. Mehr Einnahmen für die Gemeinde werden erzielt und z.B. Doppelbelegungen, Überschneidungen ausgeschlossen. Alle Kursleiter verfügen über ihre Ausbildung und Erfahrung in ihrem Beruf. Eine Einweisung wie z.B. Sicherheit sind zwingend erforderlich. In den darauf folgenden Jahren wurde so ein durchorganisierter Wochenbetrieb mit Schulschwimmen, Öffentl. Badebetrieb, Kurse und Verein. Freizeitangebote bzw. Kurse/ Präventionen werden für groß und klein angeboten, wie z.B. Babyschwimmen, Eltern- Kind Schwimmen, Schwimmkurse für Kinder, Wasserspiele für Kinder, Behindertenschwimmen, Wassergymnastik, Wirbelsäulengymnastik, Seniorenschwimmen und Schwimmkurse für Erwachsene sind regelmäßig im Programm, um seinen Körper fit und gesund zu halten.
Ohne einen hauptberuflichen Bademeister einzustellen (Beschluss des Gemeinderates) wurde ein Schwimmbadteam gegründet. Es ist durch den Betreiber abgesichert und besteht aus engagierten Rettungsschwimmern der DLRG OV Mömlingen e.V. Seit dem 01.10.2004 übernehmen Sie die Wasseraufsicht im Hallenbad und helfen so der Gemeinde Mömlingen den öffentlichen Badebetrieb 12 Stunden in der Woche zu ermöglichen. Das Bad konn so für aktive Jugendarbeit an einem Abend genutzt werden. Bis es soweit war, mussten jedoch eine Menge Hürden genommen werden. Alle schriftlich benannten Schwimmbadaufsichten müssen sich jährlich den Prüfungen nach den Richtlinien der DLRG (Deutsche Lebens- Rettungs- Gesellschaft) für das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen in Silber (DRSA-S) stellen und erfolgreich ablegen. Der Nachweis über den Besuch eines Erste- Hilfe- Lehrgangs ist ebenso verpflichtend wie eine jährliche Schulung in Herz- Lungen- Wiederbelebung. Eine Einweisung wie z.B. Sicherheit sind zwingend erforderlich. Die technische Überwachung wurde dem Bademeister P. Kurz anvertraut. Unter diesen Vorraussetzungen willigte das Landratsamt dem Begehren des Bürgermeisters Edwin Lieb ein, das Schullehrbecken auch für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Im Jahr 2005 hatte Frau E. Büttner ein neues Projekt, um das Hallenbad zu unterstützen an den Bürgermeister Edwin Lieb herangetragen. So wurde ein Förderverein e.V. gegründet. Ziele des Vereins sind: Erhaltung und Instandsetzung des Lehrschwimmbeckens, um den Schulsport der umliegenden Schulen, Öffentl. Badebetrieb, Freizeitangebote und Angebote des Vereins der DLRG OV Mömlingen e.V. & DLRG Jugend Mömlingen zu sichern. Unter dem Vorstand von Uwe Hartlaub kamen in kurzer Zeit über 300 Mietglieder zusammen. Die Einnahmen des Vereins wurden festgeschrieben, um bei einer Sanierung das Bad attraktiver zu gestalten. Der Verein beschloss das Geld für ein Kinderplanschbecken zur Verfügung zu stellen. Bei einer Demo des Vereins wurde im Dezember 2005 einstimmig vom Gemeinderat der Beschluss gefasst das Bad zu sanieren. Am 06.05.2007 wurde der erste Scheck von 5.000,- € an den Bürgermeister Edwin Lieb überreicht. Am 07.12.2008 wurde der zweite Scheck von 5.000,- € an den Bürgermeister Siegfried Scholtka überreicht, der bei der Übergabe bestätigte, dass es durch die Festschreibung auch noch Zinsen dazu gekommen sind. Mit diesem Projekt kam das Angebot Frühstücksschwimmen am 1. Sonntag im Monat, das Frau B. Hotz im Verein voranbrachte.
Durch steigende Heizölpreise wurde im Jahr 2009 die Heizung auf Gas umgestellt.
Um das Bad besser auszulasten, wurden die Belegungszeiten der Schule noch mehr komprimiert. Demzufolge konnte nach Vertragsabschluss und Einweisung in die Verkehrssicherungskontrollen die Erlenbacher Schule im Herbst 2010 mit ins Boot genommen werden.
Zweieinhalb Jahre nach der zweiten Scheckübergabe wurde vom Förderverein Hallenbad Mömlingen e.V. der dritte Scheck am 03.04.11 von 5.000,- € an die Gemeinde überreicht.
Ab Herbst 2011 kommen regelmäßig die Kinder der Dr. Albert- Liebmann- Schule (Schule zur Sprachförderung) aus Kleinostheim/ Eisenbach. Schließlich nutzen fünf Schulen das Lehrschwimmbecken in Mömlingen.